Hejdå Östersund!

Hier kommt er nun der versprochene Post, den ich direkt im Flugzeug geschrieben habe. Da wusste ich noch nicht, was für ein liebevoller Empfang mich hier zuhause in Deutschland erwarten würde. Ich habe mich wirklich riesig über die Überraschung am letzten Samstag (es ist Wahnsinn wie die Zeit vergeht) gefreut und jeden einzelnen von euch vermisst. Ich hoffe ihr nehmt es mir nicht übel, dass ich etwas überfordert war und kaum Zeit hatte mit jedem ausgiebig zu quatschen aber dafür haben wir ja jetzt wieder genug Zeit! Es war eine einzigartige Erfahrung, die ohne EUCH niemals möglich gewesen wäre – DANKE! So und hier kommt nun der vorerst letzte Post von meiner aufregenden Zeit…

Da sitze ich nun, 10 Monate später wieder im Flugzeug auf dem Weg Richtung Heimat. Ehrlich gesagt habe ich keine Worte, dafür, was ich im vergangen Jahr erlebt habe. So viele Erinnerungen, die mich ein Leben lang begleiten werden. All die wunderbaren Menschen, die ich kennen gelernt habe und diese kleine verschneite Stadt mitten in Schweden, die nun einen so großen Platz in meinem Herzen eingenommen hat. Auch wenn ich zwischendurch gezweifelt habe und am liebsten sofort nach Hause gefahren wäre, fiel mir der Abschied heute morgen extrem schwer. Es ist schwer das kleine Zuhause auf diesem wunderbaren Campingplatz zurück zulassen und liebgewonnenen Menschen auf unbestimmte Zeit auf Wiedersehen sagen zu müssen. Natürlich freue ich mich besonders nach dem ganzen Stress der letzten Wochen wahnsinnig auf Ruhe und meine Familie und Freunde – und doch ist ein Teil von mir noch überhaupt nicht bereit zurück zu kommen. Mir werden so viele kleine und große Dinge fehlen. Das Leben auf dem Campingplatz, mein eigenes kleines Cottage, die Freiheit alles zu tun worauf ich Lust habe, die Natur, das Frühstücken in der Sonne, die riesigen Seen, das Reisen und den Strand. Ich könnte diese Liste unendlich lang ausführen und doch hätte ich noch nicht alles gesagt. Die 10 Monate in Schweden haben mich so weit voran gebracht und damit meine ich nicht nur den endlich erhaltenen Bachelor Titel. Ich habe so viele neue Seiten an mir entdeckt, bin vieeeel selbständiger geworden und bin teilweise über mich selbst hinausgewachsen. Es ist ein gutes Gefühl, zu wissen, dass man alles schaffen kann und dass man für harte Arbeit belohnt wird – und davon gab es genug. Die vergangenen Monate waren definitiv nicht die einfachsten, aber auf eine schöne Art werde ich sie niemals vergessen. Ich möchte mich bei allen Menschen bedanken, die mir diesen Traum und diese wunderbare Zeit ermöglicht haben und aktiv daran teilgehabt haben! Ihr habt mir etwas geschenkt, das ich niemals mehr hergeben möchte und was mich nie mehr verlassen wird. Ein Jahr voller Freude, Aufregung, Tränen, Träume, Party, Wandern, Versagens-Ängsten, Glück, SCHNEE, Sonne, Freundschaft, Abenteuer und vor allem Stolz! Ich bin unendlich stolz – und ich hoffe ihr seid es auch!

Es wird ganz sicher nicht mein letzter Besuch in Schweden und besonders in Östersund gewesen sein, aber fürs erste schließe ich dieses Kapitel meines Lebens und freue mich auf das nächste!

Tack så mycket och hejdå Östersund!

 

 

Rundreise Part 2

Natürlich möchte ich euch auch noch von unserem zweiten Teil der Rundreise berichten, auch wenn es jetzt schon wieder ein paar Wochen her ist. Von Göteborg ging es dann weiter nach Oslo in Norwegen. Glücklicherweise verlief die Zugfahrt wieder sehr entspannt und so kamen wir sehr erholt gegen Nachmittag in Oslo an. Überraschenderweise fiel Oslo schon direkt nach unserer Ankuft am Bahnhof komplett aus dem „scandinavischen“ Muster, da sogar ein kleines bisschen Großstadtfeeling aufkam. Vielleicht lag es an unserer Ankuftszeit, die sehr nah am Feierabend lag, aber es war ganz schön viel los auf den Straßen und wir mussten uns erstmal etwas orientieren bis wir unter den dutzenden Haltestellen für Straßenbahn und Bus die richtige gefunden hatten.IMG_9499 Unsere erste Fahrt führte uns in ein richtig schickes modernes Stadtviertel mit großen Bürokomplexen und mitten drin lag unser Hotel. Das Scandic in Oslo war definitiv das schönste Hotel unserer Reise. 30704466_1875382315834630_6955567448447778816_nNatürlich haben wir keine Sekunde verschwendet und haben das tolle Wetter genutzt und sind direkt zum Hafen gefahren. Dort haben wir einen wunderschönen Sonnenuntergang genossen und sind noch ein bisschen an der Prommenade entlang gelaufen.

Schon da war mir klar, das Oslo definitiv der schönste Ort unserer Reise sein würde. Zum Abschluss dieses schönen Tages sind wir dann noch in ein Restaurant gegangen, dass ich bereits aus Östersund kannte. Pinchos ist weltweit das erste Restaurant, welches komplett auf einer App basiert und im Zirkusdesign aufgezogen ist. Hier haben wir definitiv die leckersten Cocktails überhaupt getrunken (okay, für den Preis musste das auch so sein!) und auch die kleinen Tapas waren ihr Geld wert. 2018-03-16_20-47-35_893Tot müde aber super glücklich sind wir abends in unser mega großes Bett gefallen.

Am nächsten Tag stand dann die Erkundung der Innenstadt und des Hafens bei Tageslicht an. Zu den besonders schönen Sehenswürdigkeiten in Oslo gehört auf jeden Fall das große neu gebaute Operngebäude, von dem wir eine super schöne Aussicht genießen konnten.

Auch auf unserer To-Do Liste für diesen Tag stand der Besuch der Nationalgalerie, die das legendäre und gleichzeitig teuerste Gemälde der Welt „Den Schrei“ beinhaltet. Zufällig, waren wir um punkt 10 Uhr die ersten Besucher und hatten damit freie Bahn um die peinlichen aber definitiv notwendigen Schreibilder zu machen. Natürlich waren auch die anderen Ausstellungsstücke super schön und besonders dieses Bild hatte es uns angetan.

Nachdem das tägliche Kulturprogramm abgehakt war, haben wir dann noch eine kleine Schifffahrt zu den winzigen Inseln vor Oslo unternommen. Obwohl mir leicht schlecht war hat es sich absolut gelohnt!! Ich kann mir zwar nur schwer vorstellen, dass dort wirklich Leute leben, aber die Idylle und die Panoramaaussicht auf Oslo kann sich sehen lassen. Natürlich hatten wir auch hier wieder totales Glück mit dem Wetter 🙂

Auch an diesem Tag haben wir so einige Kilometer zurückgelegt und haben es abends nur noch bis zur benachbarten Pizzabude geschafft.

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Der nächste Tag begann mit einem wunderbaren und ausgiebigen Frühstück, das Scandic bietet einfach alles von Smoothies, Baked Beans, Schokobrötchen und frischen Waffeln was das Herz begehrt. Danach mussten wir leider unser Zimmer schon wieder verlassen, aber zum Glück blieb uns noch der gesamte Tag in Oslo, da unser nächster Zug erst um 23 Uhr fahren würde. So ging es also voll motiviert weiter zu unserem nächsten Stop, die Halbinsel BygdØy. Dort angekommen haben wir ganz lange in der strahlenden Sonne gessen und haben uns tatsächlich mal näher an das Wasser heran getraut. Hier habe ich mir zu meiner Überraschung sogar einen leichten Sonnenbrand geholt 😀 Nach unserem Ausflug zur Insel hat es uns dann doch wieder zu unserer Lieblingsstelle am Hafen verschlagen. Zur Feier des Tages habe ich mir dann bei stabilen 1 Grad ein unfassbar teures Mövenpick Eis gekauft. Man gönnt sich ja sonst nichts! 😉 30743045_1875382299167965_7360763300331651072_nDen restlichen Tag haben wir dann mit noch mehr Sight-Seeing und Sonnen verbracht, bis es viel zu bald Abend wurde 😦

DCIM100GOPROGOPR1721.JPG Ich war wirklich traurig Oslo wieder verlassen zu müssen, obwohl wir eigentlich alles gesehen haben, was die Stadt so zu bieten hat.
Nach einer endlosen Warterei am Bahnhof war ich wirklich froh endlich im Zug zu sitzen. Nun hieß es noch 8h bis Bergen.
Zu meiner Begeisterung bekamen wir für die Nachtfahrt Decken, Nackenkissen, Schlafbrillen und Ohrenstöpsel vollkommen umsonst dazu, was die Fahrt definitiv angenehmer gemacht hat. So haben wir die meiste Zeit der Zugfahrt einfach verschlafen und kamen super schnell in Bergen unserem Vorletzten Stopp an.
Gegen 7 Uhr standen wir nun also am Bahnhof in Bergen und wurden erstmal von strömendem Regen empfangen – na super. Meine Laune war ehrlich gesagt ziemlich im Keller, ich war müde und nass und wollte nur ins Bett. Da unser Hotel natürlich noch keinen Check-In hatte, haben wir die Morgenstunden erstmal im Starbucks verbracht und uns wieder aufgewärmt. 30711850_1875382342501294_3498377211939913728_nZum Glück klarte nach ein paar Stunden der Himmel wieder auf und wir konnten doch wie geplant eine kleine Citytour unternehmen. Ich muss zugeben, dass ich mir Bergen etwas schöner vorgestellt hätte und ich vor allem die kleinen bunten Häuschen (UNESCO Weltkulturerbe) etwas unspektatulär fand. Nichtsdestotrotz ist Bergen ein toller Ort und als Norwegens zweitgrößte Stadt definitiv ein Must-See.

Am Mittag haben wir uns dann sehr zur Steigerung meiner Laune eine Packung frisches Sushi am Fischmarkt gekauft und uns auf den Weg zu unserem Hotel gemacht. Nachdem wir uns endlich frisch machen konnten sah die Welt für mich schon wiedr ganz anders aus. Wir sind dann sofort zum Touristenbüro gelaufen und haben uns Tickets für die Seilbahn rauf zu einem der größten Berge in Bergen gekauft und gleich noch eine Fjordtour für den nächsten Tag dazu. Wenn man schon mal in Bergen ist, sind die Fjorde schließlich Pflicht!
So ging es für uns also bei schönstem Wetter mit der Seilbahn den Berg hinauf und ich muss gestehen, die Aussicht von dort hat uns für das schlechte Wetter am Morgen entschädigt. Es war traumhaft!! Wir haben die perfekte Location natürlich mehr als ausgiebig zum Foto machen genutzt und damit sogar bei einem Gewinnspiel unseres Hotels in Bergen gewonnen.

Nach der ersten Fotorunde, sind wir dann noch ein wenig durch die Wälder gewandert, denn eigentlich sollte es auf dem Berg nur so vor Ziegen wimmeln. Naja, Ziegen haben wir zwar keine gesehen, dafür aber einen spektakulären und ziemlich romantischen Sonnenuntergang!! DCIM100GOPROGOPR2108.JPGRundum war das definitiv ein gelungener Ausklang eines sehr anstrengend Tags. Auf dem Rückweg zum Hotel haben wir dann übrigens noch super leckere Mexikanische Tacos gegessen, von denen gibt es allerdings keine Bilder, die waren einfach zu schnell aufgegessen 😉
Am nächsten Morgen stand dann unsere große 3-stündige Fjord-Schifffahrt an (oweia, schon wieder ein Schiff…). Es war wirklich mega cool, das Schiff fuhr überraschend schnell, was die ganze Angelegenheit ziemlich kalt aber zum Glück für mich erträglicher gemacht hat. Wir waren die einzigen, die es fast die gesamte Fahrt auf dem Deck ausgehalten haben. Ich habe so viele wahnsinnig schöne Fotos von der Natur machen können, auch wenn das Wetter nicht ganz so mitspielen wollte.

Leiter konnten wir nicht bis ganz hinten zu den schmalsten Stellen des Fjords durchfahren, weil die Eisschicht auf dem Wasser einfach zu dick war – richtig Titanic-Style – aber auch so war es einfach mega!! Wieder im Hafen angekommen, haben wir uns dann noch ein bisschen Verpflegung gekauft und dann ging es für uns schon wieder auf große Fahrt. Zuerst standen 8h Zugfahrt zurück nach Oslo auf dem Plan, die ich zum Glück wieder fast komplett verschlafen habe. Danach hatten wir 20 Minuten Umstiegszeit bevor es dann weitere 8h bis nach Trondheim weiterging. Zum Glück hatten wir uns für den zweiten Zug ein Schlafabteil reserviert. Wie in einem richtigen Hotelzimmer (nur etwas kleiner) haben wir dort total entspannt die gesamte Fahrt über geschlafen. Ich bin mir sogar sicher, hätte ich keinen Wecker gestellt wir wären niemals von alleine wach geworden.

So kamen wir wieder ganz früh morgens an unserem letzten Stop Trondheim an. Hier haben wir zunächst den Hafen erkundet und direkt die AIDA gespottet.2018-03-21_07-06-04_859 Tatsächlich war es das erste mal, dass ich ein so großes Kreuzfahrtschiff gesehen habe und auch Luke war natürlich als alter Kreuzfahrtschiff-Liebhaber ganz begeistert.

Vom Hafen ging es dann in die Innenstadt Richtung Dom und natürlich zu den bekannten bunten Häusern hinter der Bakklandet Brücke. DCIM101GOPROGOPR2442.JPGNach den üblichen Fotostops und unserer Wanderung hoch zum höchsten Punkt der Stadt, begann es dann pünktlich an zu regnen, sodass wir uns schnell in ein kleines Kaffee verkrochen haben.

Hier haben wir dann noch Bekanntschaft mit den schrecklichen Englisch der Kreuzfahrt Urlauber gemacht, was uns ziemlich gut unterhalten hat. Als es dann wieder aufgehört hat zu regnen haben wir uns wieder auf den Weg gemacht um noch die letzten Sehenswürdigkeiten abzugrasen. In einem Shopping-Center konnten wir dann schließlich nicht mehr wiederstehen und haben uns ein Sushi-all-you-can-eat gegönnt und ein paar Stündchen geschlemmt bevor unser Zug am späten Nachmittag zurück nach Östersund abfuhr. Und so endete unsere Rundreise durch zwei Länder und 5 Städte wieder im kleinen beschaulichen Östersund!
Insgesamt war diese Reise einfach wunderbar und wir haben so unendlich viele Erinnerungen sammeln können. Ich bin wirklich froh, dass wir sie genau so gemacht haben, denn ich habe mal eine Auszeit gebraucht! Ich freue mich so viele tolle neue Orte gesehen zu haben und besonders Oslo kann ich jedem empfehlen!! Aber vor allem bin ich froh, dass du dabei warst, Luke ❤ Nur dank dir sind alle Erinnerungen so wunderschön!
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Nun liegt die Reise schon fast wieder einen Monat zurück und ich würde mich unglaublich gerne wieder zurück beamen, denn im Moment gibt es hier ausser der Bachelorarbeit nichts spannendes zu berichten 😦
Naja, noch insgesamt 8 Wochen Östersund liegen vor mir bis das Abenteuer Schweden auch schon wieder vorbei ist. Wahnsinn, wie die zeit vergeht…

Rundreise Part 1

Hallo ihr Lieben,
kommen wir nun endlich zu dem langersehnten Post über Luke’s und meine 10-tägige Rundreise durch Schweden und Norwegen.

Am 12. März begann unser kleines Abenteuer um 5 Uhr morgens am Bahnhof von Östersund. Bei starkem Schneefall und eisigen Temperaturen streikte natürlich erstmal die Türe unseres Zuges weswegen wir leider ein paar Minuten Verspätung auf unserem Weg nach Stockholm hatten.2018-03-12_10-20-06_496 Gute 5 Stunden später kamen wir nach einer endlosen Zugfahrt endlich in der Schwedischen Hauptstadt an. Leider meinte es der Wettergott nicht besonders gut mit uns und so mussten wir die ersten Meter in der Stadt in strömendem Regen hinter uns bringen-na klasse! Trotz des ungemütlichen Wetters haben wir schon einmal die Altstadt (Gamla Stan) von Stockholm erkundet und die wichtigsten Sehenswürdigkeiten in Zentrumsnähe abgehakt. Gegen Mittag konnten wir dann glücklicherweise schon in unserem Hotel einchecken. Hier kommt auch schon das erste Highlight der Reise:


Ja, ihr seht richtig – ein Boot. Wir haben uns für ein sehr außergewöhnliches Hotel mitten im Zentrum von Stockholm ausgesucht und waren vollkommen begeistert. Die Lage des Hotels war perfekt, sodass man in wenigen Minuten die Altstadt erreichen konnte. Auch unsere Kabine fand ich sehr gemütlich und das Schiff-Design war natürlich ein echter Hingucker. Zu meiner Erleichterung hat das Schiff überhaupt nicht geschwankt – die Nächte sind also gerettet. Nach einer kleinen Erholungspause auf dem Schiff sind wir dann natürlich (bei zum Glück etwas besserem Wetter) wieder Richtung Innenstadt aufgebrochen. Stockholm mit seiner wunderschönen Altstadt mit den kleinen Gassen und den vielen inselartigen Stadtteilen ist einfach toll 🙂

Pünktlich zum Lunch haben wir dann ganz mutig auf Tripadvisor vertraut und ein Asiatisches Restaurant ausprobiert. Für gerade mal 10€ pro Person haben wir dort das warscheinlich beste Mittagessen unserer gesamten Reise serviert bekommen. Ich habe wirklich selten so lecker und so scharf gegessen.

Nachdem Mittagessen stand dann noch ein bisschen Souvenir-Shopping an, schließlich musste ich Mama ja noch ihren eigenen Elch-Magneten besorgen. Standesgemäß haben wir unseren ersten Abend in der Icebar verbracht (die warmen Temperaturen in Stockholm waren wir ja gar nicht gewöhnt). Es war ein wirklich super lustiges Erlebnis, alleine schon wegen den tollen Zwergen-Outfits. Die Location komplett aus Eisblöcken hergestellt war auf jeden fall ein ziemlicher Hingucker und die Cocktails aus den Eisbechern ein richtiges Highlight.


So ging der erste Tag unserer Reise zu ende.
Am nächsten Morgen haben wir natürlich erstmal das tolle Frühstück an Board genossen und haben uns dann wieder in die Stadt aufgemacht.2018-03-14_08-48-23_265 Leider war das Wetter am zweiten Tag auch nicht viel besser sodass wir uns spontan dafür entschieden haben den königlichen Palast zu besichtigen. Alle, die mich kennen wissen, dass das mein absolutes Highlight war 😉 Besonders die riesigen prunkvollen Kronleuchter im Schlossinneren haben es mir angetan. In dem Eintritt für das Schloss waren außerdem noch ein Museum, die Schatzkammer und die Royal Kutschenausstellung mit inbegriffen, was dazu geführt hat, dass wir einige Stunden bestens beschäftigt waren. Insgesamt eine super Alternative zum verregneten Stockholm!!


Am Abend stand für mich dann ein ganz besonderer Restaurantbesuch auf dem Plan-endlich wieder Vapiano! 2018-03-13_20-06-50_403Nachdem wir uns mit köstlichen Nudeln und Pizza die Bäuche vollgeschlagen haben, sind wir noch auf Foto-Jagd gegangen. Vom bekannten Aussichtspunkt Monteliusvägen hat man nicht nur die perfekte Sicht auf ganz Stockholm sondern auch auf unser Schiff-Hotel. Einfach ein super Spot um tolle Bilder zu schießen und der perfekte letzte Abend in Stockholm.


Am nächsten Morgen haben wir dann noch eine kleine Shoppingtour eingelegt, bei der ich mir einen neuen Bikini und einen Sommer Jumpsuit gekauft habe – eventuell habe ich dabei vergessen, dass es in Östersund -20 Grad sind. Außerdem mussten natürlich noch ein paar Snacks für unsere bevorstehende Zugfahrt nach Göteborg her. Mit Donuts und Sushirollen (das beste an Stockholm) bewaffnet ging es dann gegen Nachmiattag auch schon weiter!DCIM100GOPROGOPR1018.JPG

Nach qualvollen 3,5h rückwärts zugfahren waren wir endlich in Göteborg angekommen. Zum Glück hatten wir vom Bahnhof bis zu unserem Hotel einen etwas längeren Weg, sodass sich mein Magen wieder beruhigen konnte. Unser zweites Hotel war ein eher altmodisches Haus etwas außerhalb von Göteborg, aber zum Glück ganz in der Nähe einer Dönerbude. Damit war das Abendessen für diesen Tag dann auch gesichert (Döner kostet hier in Schweden übrigens mindestens 8€..). So haben wir unseren ersten Abend in Göteborg mit Döner und BBC World im Hotelzimmer verbracht.

Am nächsten Morgen sind wir dann zum Glück bei strahlendem Sonnenschein in den Tag gestartet. Nach dem Frühstück ging es sofort Richtung Innenstadt. Am besten gefallen hat mir tatsächlich der große Platz vorm Hauptbahnhof, ansonsten war ich leider etwas enttäuscht von Göteborg. Da mir viele vorher die Ohren vollgeschwärmt haben, habe ich einfach mehr erwartet.

Außer ein paar Parks und einer langen Einkaufsstraße haben wir auf den ersten Metern nicht viel entdeckt. Da uns von unserem ersten Stopp in Stockholm die Füße so weh taten haben wir dann in Göteborg ein Travel-Ticket gekauft und mit der Straßenbahn auch ein paar tolle Ecken gefunden. Das sehr beliebte Haga Viertel zum Beispiel war definitiv eins der Highlights und das kleine Cafe in dem wir Pause gemacht haben total gemütlich.

Auch die von Luke gefeierte Fish-Church (eine Fischhalle in einer ehemaliegen Kirche) kann man sich anschauen. DCIM100GOPROGOPR1499.JPGBesonders anstrengend aber auch lohnenswert war unser Aufstieg zu einem Aussichtsturm, von dem aus man wirklich eine klasse Sicht auf Göteborg hatte.

Zu Mittag gegessen haben wir übrigens einen richtig guten Burger im Hard Rock Cafe. 2018-03-15_14-27-45_444Nach unserer Sträkung haben wir uns dann noch auf den richtig langen weg zu einem Park gemacht indem es auch ein paar Elche und andere Scandinavische Tiere gibt – Luke musste ja schließlich auch noch einen Elche und Rentiere erleben. 2018-03-15_16-47-13_346Um den Tag ausklingen zu lassen, waren wir dann abends noch in einer richtig coolen Brauerei und haben uns zumindest ein Bier und einen Cider gegönnt.


So ging dann ziemlich schnell der erste Tag in Göteborg um und am nächsten Tag hieß es schon wieder weiterfahren! Da unser Zug Richtung Oslo schon relativ früh abfuhr haben wir den morgen im Hotel genutzt und etwas länger geschlafen und ausgiebig gefrühstückt. Danach sind wir dann noch ein bisschen mit der Straßenbahn durch die Gegend getingelt und haben uns noch ein paar Sehenswürdigkeiten wie das Opernhaus und den Hafen Lilla Blommen angeschaut. Insgesamt war auch Göteborg ein toller Stop auf unserer Reise 🙂

Wie unsere Reise in Norwegen weiterging erzähle ich euch dann gerne im nächsten Post!

Huskyschlitten und Roadtrip

Hej,
wieder sind einige Wochen vergangen und es ist viel aufregendes passiert, aber beginnen wir von Vorne. Genau ein Tag nachdem meine Eltern Östersund wieder verlassen haben, stand schon der nächste Besuch vor meiner Türe!! Luke, der nun einen Monat bei mir verbringen würde, kam gegen Nachmittag auf dem Camping an. Auch er wurde mit Zimtschnecken und Kakao begrüßt 🙂2018-03-01_18-39-50_641

Am nächsten Tag haben wir morgens früh unseren Mietwagen bei Sixt abgeholt, den wir für unsere große Fahrt am nächsten Morgen brauchen würden. Beim VW Center angekommen gab es dann aber erstmal eine tolle Überraschung denn anstatt eines eigentlich von uns gebuchten Minis haben wir einen nagelneuen Audi A1 bekommen!!! Total begeistert haben wir dann erstmal eine Testfahrt gemacht und den Luxus genutzt ein Auto zum Einkaufen zur Verfügung zu haben.2018-03-02_16-08-02_999

Schon sehr früh sind wir dann am nächsten Morgen mit unserem Auto gestartet, denn endlich stand das langersehnte Weihnachtsgeschenk von Luke auf dem Plan. So machten wir uns also gegen 7 Uhr auf den Weg nach Strömsund (ca. 2 Stunden von Östersund entfernt). Zum Glück hatten wir relativ gute Straßenverhältnisse und es hat nicht allzu viel geschneit, sodass wir pünktlich auf der kleinen Farm in der Nähe von Strömsund ankamen. Schon beim Aussteigen war klar was wir genau vorhatten. Von überall ertönte lautes Geheule und Gebell. Spätenstens jetzt ist Euch warscheinlich klar, dass wir auf einer Huskyfarm angekommen waren um endlich Lukes Gutschein zum Hundeschlittenfahren einzulösen. Nach ein paar Minuten warten (die Hunde mussten ja erst noch eingesammelt werden, da es ein ziemlich riesiges Gelände mit mehreren Zwingern war) ging es dann auch schon los. Unser Guide war eine junge Frau, die mir nicht viel älter als ich selbst vorkam und uns sehr freundlich ein wenig über die Hunde erklärte. Dann durften wir endlich zu den Hunden und uns auf dem Gelände ein bisschen genauer umschauen. Ich war wirklich total begeistert von diesen wunderschönen Tieren und vor allem von den faszinierenden Augen! Beeindruckend war aber nicht nur das Aussehen der Tiere sondern auch die Geräuschkullisse, die entsteht wenn ca. 50 Huskys alles geben.

Als nächstes folgte eine Überraschung, bei der ich am Anfang nicht wusste ob ich mich freuen sollte oder nicht. Als ich damals den Ausflug gebucht habe, bin ich davon ausgegangen dass wir (so wie es mir die anderen vom Camping von ihrer Fahrt erzählt hatten) nur auf dem Schlitten sitzen würden. Aber wie gesagt es kam anders, denn nun brachte uns unser Guide zu den Schlitten und erklärte uns wie wir uns auf der Fahrt am besten hinstellen und festhalten sollten. Wir würden also nicht einfach nur auf dem Schlitten „rumsitzen“ sondern selber fahren!!! Ich war ehrlich gesagt ziemlich geschockt und mir wurde etwas schlecht, da mir diese Aufgabe doch nicht wirklich geheuer war. Doch lange konnte ich nicht darüber nachdenken, denn schon stürmten 17 super lebendige Huskys auf uns zu. Ich habe noch nie so nervöse und aktive Hunde gesehen, die wie wahnsinnig um uns rumgesprungen sind und dann einer nach dem anderen an die Schlitten gebunden wurden. Ich hatte insgesamt 5 Hunde vor mir und Luke 6. Dann wurde es ernst! Als erstes fuhr unser Guide, dann Luke und dann ich.

Ich war so unendlich nervös als ich an der Reihe war und ein anderer Mitarbeiter der Farm meinen „Anker“ losmachte und nur noch mein Gewicht auf der Bremse die Hunde zurückhielt – und dann ließ ich los. Meine Güte bin ich davon geschossen, ich hätte nicht gedacht, dass diese Tiere so viel Kraft haben. Die ersten Minuten hatte ich wirklich Todesangst und einen totalen Geschwindigkeitsrausch (ich bin zwischendurch richtig duch die Luft geflogen). Auch Luke, der genau vor mir mit seinem Schlittenunterwegs war hatte etwas mit der Geschwindigkeit zu kämpfen, vor allem in den Kurven. Diese waren mit Abstand der schwierigste Teil, denn man musste eine gute ausbalancierte Geschwindigkeit hinbekommen und sich richtig in die Kurven legen damit der Schlitten nicht ausschert und man nicht hinfällt. Direkt in der ersten Kurve hat Luke übrigens fast seinen Schlitten verloren als er in der Kurve vom Schlitten springen musste um nicht das Gleichgewicht zu verlieren, keine Ahnung wie er es geschafft hat aber er konnte dem Schlitten so schnell folgen, dass er einfach wieder aufgesprungen ist. Sehr cooler Move!

Nach den ersten Minuten der Angst, aber auch des Adrenalins folgte dann der Spaß! Wir sind ca. 30 Kilometer gefahren, was ungefähr 1,5h entspricht. Es hat einfach riesigen Spaß gemacht die Hunde so happy und ehrgeizig zu sehen und irgndwie hat es sich einfach wahnsinnig cool angefühlt so schnell unterwegs zu sein. Zu der tollen Erfahrung beigetragen hat sicherlich die super schöne Aussicht auf die verschneiten Wälder, Berge und den großen See. Obwohl es eigentlich nicht wirklich kalt war so ca. -8 Grad habe ich nach einiger Zeit schon sehr gefroren, was vor allem an dem zugigen Fahrtwind im Gesicht und den Händen lag. Ich habe die Fahrt total genossen und würde es wirklich jedem empfehlen selbst zu testen es ist wirklich schwierig zu beschreiben wie es sich anfühlt so über den Schnee zu schießen. Als wir wieder auf dem Hof angekommen waren durften wir noch helfen die Hunde zu füttern, Leckerlies zu verteilen und ihnen die Geschirre aus zu ziehen. Das hat mir natürlich besonders gefallen, da die Hunde jetzt nach unserer Tour etwas entspannter waren und man sie ausgiebig knuddeln konnte.

Nachdem wir uns dann noch ein bisschen aufgewärmt haben sind wir dann total begeistert wieder nach Hause gefahren! Die Huskytour war wirklich ein richtiges Highlight, das ich so schnell nicht wieder vergessen werde auch wenn wir leider aufgrund von technischen Problemen nur sehr wenig Fotos haben!

Da wir das Auto auch für den nächsten Tag noch hatten, haben wir uns spontan auf den Weg gemacht die Umgebung von Östersund zu erkunden. Also haben wir erstmal einen Stop beim Skytower eingelegt.


Eigentlich lautete unser Ziel einen bestimmten Wasserfall zu finden, was aber aufgrund der riesigen Schneemengen nicht möglich war. Dafür haben wir ein richtig nettes Cafe in einem Skigebiet in der Nähe von Vemdalen gefunden in dem wir uns dann eine Pause gegönnt haben. Insgesamt hat dieser Roadtrip ins Ungewisse super viel Spaß gemacht und ich habe mich total gefreut noch einmal etwas mehr von der tollen Schneelandschaft außerhalb von Östersund zu sehen.

Natürlich durfte auch eine kleine Spritztour nach Andersön nicht fehlen. Auf der kleinen Insel angekommen haben wir dann eine kleine Schneewanderung gemacht und geschaukelt. DCIM100GOPROGOPR0197.JPGBesonders lustig war auf dem Rückweg die Begegnung mit diesen süßen Kameraden hier, die einfach mitten auf der Straße vor dem Auto auftauchten. Irgendwie finde ich beschreibt dieses Bild Schweden sehr sehr gut 🙂2018-03-02_16-10-21_728

Achja ich bin natürlich auch mal eine Runde mit dem Audi gecruised 😉 Neues Traumauto definitiv gefunden!!DCIM100GOPROGOPR0284.JPG

Leider mussten wir dann am nächsten Tag unser liebgewordenes Auto wieder abgeben und ich muss wirklich sagen, dass ich mich gerne an diesen Luxus gewöhnen könnte, denn es macht das Leben hier um einiges bequemer und man hat doch mehr Unterhaltungsmöglichkeiten.

Naja, das war der erste Bericht für diesen Monat, aber ganz bald folgt ein ausführlicher Bericht über unsere große Reise!!

 

 

Besuch von Mama und Papa

Hallo ihr Lieben,

ich weiß, dass ich ein bisschen hinterher hänge hier, aber im Moment muss ich so viel am Laptop schreiben, dass ich selber kaum dazu komme den Blog aktuell zu halten.

Alsoo jetzt sind es schon wieder 2 Wochen her, dass Mama und Papa zu Besuch waren, aber trotzdem will ich euch natürlich nicht vorenthalten was wir so erlebt haben 🙂

Am Donnerstag Nachmittag (22.02) kamen die beiden am Flughafen in Östersund an und haben dort den Leihwagen abgeholt. Von da aus ging es dann auf direktem Weg zu meiner Hütte auf dem Camping. Ich hatte zur Feier des Tages natürlich ganz fleißig aufgeräumt und ein paar Schwedische Delikatessen wie Zimtschnecken und diese fiesen kleinen grünen Marzipanrollen organisiert um meine Eltern standesgemäß zu begrüßen 🙂
Wir sind dann am ersten Tag nur noch einkaufen gefahren, weil es doch ein relativ langer Tag für die beiden war. Doch auch das einkaufen mit einem Auto ist hier ein echtes Highlight, das ich natürlich gekonnt ausgenutzt habe 😉 Mama und Papa fanden es ziemlich spannend den Schwedischen Supermarkt zu durchkämmen und haben schon direkt die ersten Unterschiede ausmachen können.

Am nächsten Morgen musste ich morgens zu einer Präsentation in die Uni und durfte auch dort wieder den Luxus des Fahrservice genießen – ich hätte nicht gedacht, dass man ein Auto so vermissen könnte. Nach der erfolgreichen Präsentation in der Uni haben wir uns dann zusammen in die Innenstadt von Östersund aufgemacht und die wichtigsten Sehenswürdigkeiten abgeklappert. Nach einigen zurückgelegten Kilometern wurde es dann aber doch zu kalt und ungemütlich bei -20 Grad und Schnee draußen, sodass wir uns schnell wieder in meine Hütte gerettet haben. Schließlich mussten ja auch die mitgebrachten Berliner und Quarkbällchen noch verdrückt werden 😉

 

Am Abend sind wir dann nochmal in die Innenstadt gefahren und haben Sushi gegessen, besser hätte die Woche nicht enden können!! Achja, ein Autorennen neben dem Camping haben wir uns auch noch durch den Zaun angeschaut. Dabei ist dieses sehr coole Bild von Papa entstanden, wie er bis zu den Oberschenkeln im Schnee steht und das Race-Car richtig viel Schnee aufwirbelt.

 

Am Samstag morgen dann der Schock: das Termometer zeigte -27 Grad 😮29066271_1835351709837691_5816721015526391808_o.jpg
Da hatten meine Eltern ja ein ganz tolles Timing und haben sich die kälstete Woche bisher ausgesucht. Mit drei Extraschichten Klamotten und dicken Hanschuhen haben wir uns dann aber trotzdem gegen Mittag zum Moose Garden aufgemacht. Nach einer weniger entspannten Fahrt bei starkem Schneesturm und rutschigen Straßen hieß es dann Elche streicheln! Mama war total begeistert, endlich eins ihrer Lieblingstiere einmal live zu erleben. Ich finde die Begeisterung ist auf den Bildern gut zu erkennen 🙂

 

Nach einer guten Stunde haben wir uns dann aber auch wieder auf den Rückweg ins Warme gemacht. Ein paar Stunden später haben wir dann noch eine Kaffee und Kuchen- Pause in einem Kaffee in der Nähe vom Camping gemacht 🙂 Und so ging auch der Samstag ziemlich schnell und kalt vorbei.
Am Sonntag stand dann eine etwas weitere Tour an – das Auto muss sich ja gelohnt haben. Um 11 starteten wir in Richtung åre um uns in Tännforsen die gefrorenen Wasserfälle anzuschauen. Zum Glück hatten wir an diesem Tag wunderbares Wetter (immernoch bei -20 Grad). Es war schon super fazinierend und beeindruckend die gefrorenen Wasserfälle zu sehen.

 

Danach haben wir noch ein paar Stunden in dem schönen Skiort åre verbracht und den anderen beim Skifahren zugeschaut. Dank dem tollen Wetter kam hier richtig Urlaubsstimmung auf und ich wäre am liebsten sofort wieder zur Skiweek zurück gebeamt worden. Insgesamt ein richtig schöner Tag!!

 

Am Montag, dem letzten vollen Tag, haben wir bei strahlendem Sonnenschein einen wunderbaren Spaziergang einmal rund um den Lillsjön gemacht und die Vitamin D Tanks richtig vollgemacht. Am Nachmittag stand dann noch ein Ausflug zur Biathlon Arena, wo wir das Glück hatten ein paar Sportlern beim Fahren und Schießen zusehen zu können, an. Zum Abschluss haben wir dann noch den berühmten Schwedischen Chocolad Kaka (Schokoladenkuchen) in meinem Lieblingscafe gegessen und ein paar Stunden im Schwimmbad am Camping im Whirlpool gechillt bzw. die Wasserrutschen unsicher gemacht 🙂

 

Dienstag morgen, viel zu früh stand dann wieder der Abschied an. 😦 Ich habe mich wirklich sehr gefreut meinen Eltern mein Östersund zu zeigen und ich finde insgesamt haben wir hier wirklich Glück mit dem Wetter gehabt und viele tolle Sachen erlebt. Vielen vielen Dank für diese tollen 6 Tage Natürlich fällt es mir schwer die beiden erst in 3 Monaten wieder zu sehen, aber im Vergleich zu der gesamten Zeit ist ja schon die meiste Zeit vergangen. IMG_8865

Also nicht mehr lange und ich bin wieder da! 🙂

Und hier geht es ja eh schon Schlag auf Schlag weiter, nur einen Tag später stand der nächste Besuch auf der Matte, aber dazu kommt demnächst ein eigener Post 😉

 

 

Woche 22-26

Hallo ihr Lieben,
oweia, fast einen ganzen Monat habe ich nichts von mir hören lassen. In den letzten Wochen seit der Skiweek ist hier wieder ziemlich Ruhe eingekehrt und wirklich viel habt ihr allerdings nicht verpasst. Nach der Skiweek und den vielen Abschieden die wir erleben mussten, da der halbe Campingplatz nach einem Semester Östersund verlassen hat, wurde es hier wirklich etwas ruhiger. Natürlich sind auch viele neue Austauschstudenten angekommen, aber bisher sind wir nie wirklich mit den „Neuen“ in Kontakt gekommen – eigentlich schade. Dazu beigetragen, dass ich in den letzten Wochen hier sehr wenig gepostet habe, hat die Tatsache, dass das neue Semester begonnen hat und somit für mich die letzten 6 Monate meines Studiums!! Leider beginne ich mein 6. Semester mit einem Workload von 150% was das Studium im Moment extrem anstrengend gestaltet. Ich musste letzte Woche tatsächlich jeden Tag in die Uni (für Schwedische Verhältnisse ein No-Go) und hatte dazu noch jeweils zwei Assignments und Seminare vorzubereiten. Aus diesem Grund habe ich es leider in den vergangen Wochen eher selten vor die Türe geschafft (außer natürlich um zur Uni zu fahren). Tatsächlich gab es allerdings einen besonders schönen sonnigen Tag der mir im Gedächtnis geblieben ist, da ich an diesem endlich nochmal die wunderschöne Schneelandschaft bestaunen durfte. Vor zwei Wochen habe ich mich zusammen mit Lewis auf den Weg zum großen See gemacht um endlich die gefrorene Eisfläche unsicher zu machen. Es war natürlich schweinekalt (schlappe -23 Grad) und wir haben es nicht besonders lange draußen ausgehalten, aber die Fotos sind definitiv wunderschön geworden. Solangsam könnte ich mich wirklich an den Schnee hier gewöhnen 🙂


Natürlich durfte auch der Karneval nicht zu kurz kommen. Obwohl es wirklich komisch und deprimierend zugleich war nicht zuhause sein zu können und es mir besonders an Fettdonnerstag und Rosenmontag das Herz gebrochen hat, haben wir hier ein bisschen Karneval gefeiert. Besonders toll war die Live-Übertragung des Rosenmontagszuges für die ich super dankbar war, da ich so wenigstens ein bisschen das Gefühl hatte dabei zu sein und nichts zu verpassen. 27748272_1801109896595206_4529734956549772379_o

Dann stand am Donnerstag noch ein riesiges Highlight an – das Europa League Spiel Östersund gegen Arsenal London, das natürlich nach wenigen Minuten ausverkauft war. Zum Glück gab es trotzdem ein großes Public Viewing auf dem Marktplatz mit viel mehr Zuschauern als erwartet. So konnten wir das Spiel doch noch mit verfolgen, auch wenn das Ergebnis nicht überraschend schlecht ausgefallen ist…

Auch dieses Wochenende stand wieder jede Menge Unikram an und ich kann endlich verkünden, dass ich ein Bachelorarbeitsthema gefunden habe – juhu!!. Zum Glück blieb dann aber doch noch etwas Zeit um am Samstag noch einmal den Winterpark zu besuchen und auf dem gefrorenen See umher zu wandern (leider bei eher miesem Wetter).

Für die nächste Woche steht noch eine weitere Gruppenarbeit an und dann kommen am Donnerstag auch schon Mama und Papa 🙂 Ich freue mich natürlich sehr und kann es kaum erwarten ihnen Östersund zu zeigen!! Und zum Glück geht es ja dann gleich nächste Woche weiter mit Besuch 🙂 🙂28275328_1812346518804877_1467817671_o

SKIWEEK

Die mit Abstand geilste und anstrengendste Woche in Schweden!

Hej ihr Lieben,

ihr könnt wieder aufatmen, denn ich habe die Skiweek unversehrt überstanden. Genau heute vor einer Woche sind wir bei herrlichstem Wetter in den Bus Richtung Vemdalen gestiegen und haben uns auf den Weg zur Skiweek gemacht. Der von der Universität organisierte Skiurlaub für insgesamt 2500 Studenten aus ganz Schweden ist hier ein riesiges Highlight und fast alle Internationals waren mit dabei. Mit dem Bus ging es also in das 1,5 Stunden entfernte Vemdalen, in dem es nicht mal ein eigenes Krankenhaus und nur einen einzigen Supermarkt gibt – das kann ja heiter werden.

Im Skigebiet angekommen haben wir uns sofort in die Skioutfits geworfen und sind noch bevor wir unsere Cottage-Schlüssel bekommen haben auf die Piste. Ich muss zugeben, dass ich mir vorher ziemliche Sorgen gemacht habe ob mir das Skifahren überhaupt Spaß machen würde, da ich vom letzten mal (Klassenfahrt 2012) eher Angst und Schmerzen (diese super unbequemen Schuhe und der Muskelkater haben mir damals sehr zugesetzt). Natürlich war diese Sorge vollkommen unbegründet und nach ein paar Testfahrten auf dem Anfängerhügel hatte ich das Gefühl und den Spaß wiedergefunden. Besonders lustig war der erste Tag, da es für die meisten meiner Freunde die erste Skierfahrung war und wir deswegen natürlich so einiges zu lachen bekommen haben. Nach ca. 3 Stunden Skifahren wurde es dann leider schon dunkel und die Skilifte schlossen bereits um 16 Uhr, deswegen haben wir uns dann auf den Weg zu unserer Unterkunft gemacht, die zu unserem Verblüffen einfach direkt neben der Piste lag. Insgesamt haben wir uns zu acht ein rieiges Cottage geteilt in dem wir jeweils Zweierzimmer, 2 Bäder und eine eigene Saune hatten. Obwohl ich vorher sehr skeptisch war mit so vielen Leuten ein Haus zu teilen, lief es doch ziemlich ordentlich und unkompliziert ab. Abends haben wir dann noch zusammen gekocht und haben uns dann ins „Nachtleben“ (es gibt genau einen Club, die Bar im einzigen Hotel des Ortes) gestürzt. Zum Vorglühen habe ich dann übrigens die Musik übernommen, was dazu geführt hat dass wir den gesamten Ort mit Ballermann- und Karnevalssongs beschallt haben. Alle nennen mich jetzt übrigens nur noch DJ Kunstschnee und folgen meiner Spotify-Playlist 😀IMG_E0348

Am Morgen nach der 1. Party klingelte der Wecker schon um 8 Uhr und ich konnte kaum glauben wie sehr Beine weh tun können und wie viele Muskeln man im Alltag scheinbar nicht benutzt. Da ja sprichwörtlich nur die Harten in den Garten kommen stand ich natürlich trotzdem um Punkt 9 Uhr zur ersten Liftfahrt auf der Piste, aber leider mit mäßigem Erfolg. Der zweite Skitag war alles andere als spaßig, da ich durch meine geschwächten Beine (trotz Kniebandagen) keine Kontrolle über die Skier hatte, habe ich mich an diesem Tag mindestens 5 mal aufs Gesicht gelegt und war demnach super genervt. Da ich zum Glück nicht die einzige war, die an diesem Tag einfach nicht klar kam habe ich mit den Mädels die Eisbar unsicher gemacht und den halben Tag in der Sonne gesessen (wir hatten mehr als Kaiserwetter), hotdogs gesnackt und Kaffee getrunken. Da die Skiweek in Schweden super viele Sponsoren wie unter anderem Red Bull hat, gab es super viele Geschenke und gratis Snacks. Als es dann endlich 15 Uhr war haben wir dann noch beim Apres Ski vorbei geschaut und auch dort wieder ordentlich Geschenke (Mützen, Trinkflaschen und Süßigkeiten) abgestaubt. Leider liefen hier natürlich keine Schlager etc. sodass wir die Party dann doch erstmal wieder zu DJ Kunstschnee ins Cottage verlegt haben, bevor es dann spät Abends wieder in den Club ging. Hier haben wir dann zum zweiten mal den Dancefloor eröffnet und uns „unseren“ Song Without You von Avicii gewünscht, der uns wohl immer an diese unvergessliche Zeit in Schweden erinnern wird. Nach ein paar Stündchen Party war dann aber auch wieder Schlafen und Erholen angesagt, da ich wirklich Angst hatte, dass sich der Muskelkater noch verschlimmern könnte und somit das Skifahren gestorben ist.

Zu meiner eigenen Überraschung bin ich am zweiten Morgen super fit aufgewacht und das Skifahren hat zum Glück wieder super geklappt. Super hilfreich war dafür übrigens der Skikurs, der mir endgültig die Angst genommen hat (das sollte sich bald wieder ändern). Besonders gut hat mir und Melina die „Spagetthie & Meatball“- Technik gefallen. So haben wir also auch diesen Tag hauptsächlich mit Skifahren, Sauna und Party verbracht, obwohl wir an diesem Abend mit weiser Vorraussicht auf den nächsten Tag auf die Party im Hotel verzichtet haben und nur bei einem Beer Pong Tunier bei unseren Schwedischen Nachbarn waren. Natürlich hat unser Cottage zweimal gewonnen 😉

Am nächsten Tag stand dann schon der letzte Skitag an und ich war verzaubert vom traumhaften Wetter und der guten Musik, die von der Eisbar auf die Piste schallte, sodass ich komplett angstfrei und happy den Berg runtergerast bin.

Leider sollte sich das relativ schnell ändern. Als wir auf dem Weg zur von allen nur „Traumpiste“ genannten Strecke eine andere blaue Piste runterfuhren hat sich Melina, die vorher noch so sicher und entspannt den Berg mit mir runterdüste richtig zerlegt. An einer sehr steilen Stelle der Strecke hat sich ihr Ski einfach weggedreht und ihr Knie mit. Zum Glück waren zufällig zwei Skilehrer auf der Strecke, die sofort Hilfe geholt haben, denn ich muss sagen, dass ich komplett unter Schock stand und nicht wusste was zu tun war. Weil Melina im Schnee lag und konnte nicht alleine aufstehen konnte haben wir dann die Pistenrettung angerufen, die dann tatsächlich mit einem Schneemobil anrückten um sie nach unten ins Tal zubringen. Während wir also alle im Hang eine Art Schutz um Melina und ihre Helfer bildeten wurde mir schockartig bewusst, dass Vemdalen gar kein Krankenhaus hat… Zum Glück war das aber auch nicht nötig!! Melina´s Knie hatte sich „nur“ verdreht und der Arzt vor Ort konnte alle nötigen Behandlungen machen. QNDT7215Problematisch in dem Moment war dann allerdings die Tatsache, dass Melina ja mitten in der steilsten Stelle gefallen war, dort wo wir nun alle standen. Ich hatte so unfassbar große Angst weiterzufahren, das könnt ihr euch ja sicherlich gut vorstellen. Irgendwie habe ich es aber dann doch nach unten geschafft und der Schock verflog dann doch ziemlich schnell als ich die Traumpiste erreicht habe. Ganz hoch oben auf diesem eingeschneiten Berg stand in der Ferne eine Horde Rentiere!! Ich kann es noch immer nicht glauben, wie entspannt diese Tiere dort direkt neben der Piste standen. Damit wäre dann auch der nächste Punkt der Bucketlist abgehakt. Auch die Abfahrt auf dieser Piste war ein Traum und es hat mega viel Spaß gemacht.

IMG_0405Wieder im Tal angekommen habe ich natürlich erstmal nach Melina geschaut, die aber schon wieder sehr fit und fast schon fröhlich war, denn sie konnte auch eine Sache (wenn auch unfreiwillig) von ihrer To-Do Liste streichen: Snomobilfahren. Insgesamt hat mir das Skifahren extrem viel Spaß gemacht und das Skigebiet mit der unfassbar schönen Umgebung haben mich total begeistert, aber ich war dann doch erleichtert am Abend unverletzt meine Skier zurückgeben zu können. Da an diesem Abend schon der letzte Abend in Vemdalen anstand haben wir beim Feiern nochmal alles gegeben und sogar mit Melina (auf Krücken) den Dancefloor traditionsgemäß eröffnet. Da ich wusste, dass es nicht nur der letzte Abend der Skiweek sondern auch der letzte Partyabend mit meinen lieblings Mädels Melina und Lea für unbestimmte Zeit ist (beide verlassen Östersund) haben wir es etwas übertrieben und waren erst um 5 im Bett obwohl wir am nächsten Morgen um 7 Uhr aufstehen mussten um unser Cottage aufzuräumen. Das war natürlich unrealistisch und vor halb 9 haben wir es nicht aus dem Bett geschafft, aber da wir einfach das coolste Cottage überhaupt waren haben wir es trotzdem pünktlich bis 10 Uhr geschafft alles aufzuräumen und den Schlüssel abzugeben. PPNA2410

Die Skiweek war definitiv mit Abstand die beste Woche hier in Schweden. Wir haben so viel gelacht und das Skifahren bei strahlendem Sonnenschein hat einfach für die perfekte Stimmung gesorgt. Es war somit der perfekte Abschluss für das erste Semester und ein wunderschöner Abschied für Melina und Lea, die ich so unglaublich hier vermissen werde. Seit heute sind nun beide weg und es fühlt sich super komisch an, dass nun neue Leute in ihre Hütten ziehen.Umso schöner ist es, dass wir noch so viele mega Erinnerungen zusammen sammeln konnten, die uns noch mehr zusammengeschweißt haben!!!

Woche 17-20

Back in Östersund 🙂

Auch wenn es etwas verspätet kommt, wünsche ich Euch allen ein frohes neues Jahr! Das Jahr 2017 hat für mich einige Höhen und Tiefen mit sich gebracht und ich hoffe, dass 2018 vor allem von ersterem viele für mich bereit hält!
Aber bevor ich mich dem neuen Jahr widme möchte ich mich zuerst bei meiner Familie, Luke und allen wunderbaren Menschen bedanken, die mir ein (trotz aller Umstände) wunderschönes Weihnachtsfest bereitet haben. Es war so ein unbeschreiblich schönes Gefühl „Nachhause“ zu kommen. Auch wenn die etwas mehr als zwei Wochen mehr als schnell vorbei geflogen sind, haben wir es doch geschafft viele tolle Tage zu erleben. Vor allem habe ich in den zwei Wochen gefühlt jeden Tag nur gegessen 😀 Endlich gab es ein Wiedersehen mit meinem geliebten Sushi und auch das Mettbrötchen am Morgen durfte nicht fehlen! Jeden Tag gab es richtig tolle Leckereien egal ob Kartoffelsalat mit Würstchen bei Oma, Rouladen oder Racclette – ich habe es so sehr genossen!

Ich habe hier in Schweden aber nicht nur das gute Essen vermisst sondern auch das Party machen. Aus diesem Grund haben wir direkt am 1. Weihnachtstag schon das Starfish unsicher gemacht. Ein besonderes Highlight meines zweiwöchigen Urlaubs zuhause folgte dann aber definitiv an Silvester und damit meine ich nicht unbedingt die Party am Abend, sondern das einzigartige Erlebnis mit Alpakas spazieren zu gehen. Ein unfassbar lustiger Nachmittag und eine klasse Überraschung!

Außerdem durfte natürlich auch der Karneval, auf den ich dieses Jahr so sehr es auch schmerzt verzichten muss, nicht zu kurz kommen. Die Prinzenproklamation war wie erwartet eines der besonderen Highlights. IMG_0153Wie gesagt ist die Zeit unwahrscheinlich schnell verflogen und ich hätte gerne noch mehr Zeit gehabt um jedem einzelnen gerecht zu werden. Aber insgeheim habe ich mich auch schon ein wenig auf meine Rückkehr nach Östersund gefreut. Einerseits weil es hier mit all dem Schnee einfach so viel mehr weihnachtlicher aussieht, andererseits weiß ich, dass es bald geschafft ist. In ungefähr 150 Tagen wird mein Abenteuer Schweden und gleichzeitig (und viel wichtiger) das Studium „endlich“ zu Ende gehen. Es war schon ein komisches Gefühl so endgültig für die nächsten 6 Monate zurück in den Flieger zu steigen und alle meine Lieben zurück zulassen, aber ich weiß dass es sich lohnen wird und ein bisschen Vorfreude aus einen richtigen Winter war irgendwie auch dabei.IMG_0166

So ging es für mich am 8. Januar zurück in das schöne kleine verschneite Östersund. Ich bin glücklicherweise zusammen mit Annika und Melina zurück geflogen, sodass wir uns schon auf den beiden Flügen wieder auf den neusten Stand bringen konnten. Leider fand ich beide Flüge trotzdem unerträglich, weil ich totale Ohrenschmerzen hatte L
Naja, endlich in Östersund gelandet haben wir uns dann doch ziemlich erschrocken. Solche Schneemassen habe ich tatsächlich nicht erwartet.

Die erste Woche habe ich nun leider fast komplett in meiner Hütte verbringen müssen (was bei Temperaturen von -20 Grad nicht das schlechteste ist), da wir für unseren Kurs in der Uni einiges machen mussten und ich quasi permanent am Laptop saß…
Glücklicherweise konnte ich dann zum Wochenende alle wichtigen Essays und Assignments abgeben und dann ein bisschen das wunderschöne Wetter und die eingeschneite Landschaft genießen. Ich bin wirklich ein kleines bisschen verzaubert von der Kombination Schnee, Sonne und -20 Grad. Was meint Ihr?IMG_0230IMG_0233IMG_0227IMG_0223IMG_8530IMG_8548IMG_8579IMG_8583IMG_8602IMG_0257IMG_0262

In der nächsten Woche stehen jetzt noch zwei wichtige Präsentationen in der Uni an und dann geht es nächsten Sonntag auch schon los Richtung Skiresort Vemdalen, denn unsere Skifahrt steht an! Das neue Jahr geht also genauso spannend weiter wie das alte aufgehört hat 🙂

Woche 16

Und schon hat die letzte Woche in Östersund für dieses Jahr angefangen. Diese Gelegenheit möchte ich nutzen um euch noch von meinen tollen Momenten hier zu erzählen. Am vergangenen Freitag stand ein weiteres Highlight auf dem Programm. Zusammen mit vier anderen Mädels habe ich an einer Pony-Glühweintour teilgenommen. Es war sooo schön!! Ich hatte ein ganz tolles Pony namens Pegir, das ich sofort ins Herz geschlossen habe. Es war ein Ausritt wie im Bilderbuch mit den süßen plüschigen Isländern durch den teilweise ziemlich tiefen Neuschnee zu reiten. Sogar die typische Gangart Tölt durften wir ausprobieren und später haben wir es uns nicht nehmen lassen auch ein paar Mal durch den Schnee zu galoppieren. Die wunderschöne verschneite Aussicht für den See war dabei noch das Sahnehäubchen 🙂 Obwohl ich am Anfang etwas nervös war, da es doch mindestens 5 Jahre her ist, dass ich das letzte Mal auf einem Pferd gesessen habe, aber es hat nicht lange gedauert und ich habe mich wieder total wohl gefühlt. Reiten verlernt man halt nicht. Nach unserem ca. 1,5h Ausritt haben wir dann noch eine kleine Pause in einer kleinen Holzhütte gemacht und gemeinsam leckeren Glögg (Schwedischer Glühwein) und Kekse genossen und uns langsam wieder aufgewärmt. Einfach ein super Tag 🙂

Auch an den folgenden beiden Tagen habe ich noch ein bisschen den Bilderbuch Schnee genutzt und bin morgens schon ziemlich früh (vor dem Sonnenaufgang) mit meiner Kamera losgezogen um diese wunderschönen Lichtverhältnisse morgens hier fest zu halten. Es sieht einfach so wunderschön aus wenn die Sonne langsam über dem großen See aufgeht und dann den Schnee zum glitzern bringt. Das werde ich über Weihnachten im viel zu warmen Deutschland vermissen. Außerdem konnte ich direkt mal von meinem Stativ Gebrauch machen und ich finde die Ergebnisse können sich sehen lassen. Mein persönliches Hightlight war dann noch der senkrechte Regenbogen, den ich an einem Morgen über dem kleinen See entdeckt habe. Dieses Phänomen kommt hier eigentlich nur sehr selten vor und wird nicht durch Regen hervorgerufen sondern durch winzige Schneeflocken in der Luft. Einfach total schön oder?

Natürlich haben wir auch die Weihnachtszeit ordentlich gefeiert und die ein oder andere Camping-Weihnachtsfeier organisiert. Zum Glück habe ich ja von Zuhause genügend Verpflegung dafür geschickt bekommen – dankeschön!! Vorgestern stand dann noch das letzte Treffen mit unseren zwei Schwedischen Freunden an, die uns spontan zu einem Glühwein/Glögg-Testing mit 8 verschiedenen Sorten eingeladen haben. Danach haben wir dann noch ein bisschen in dem wohl einzigen Pub in Östersund gefeiert. Ich bin wirklich froh, dass wir die beiden kennen gelernt haben!
An diesem Abend entstand dann mehr oder weniger auch die wahnsinnig tolle Idee gestern noch spontan Langlaufski fahren zu gehen. Ich habe das natürlich noch nie gemacht und sah mich schon mit gebrochenen Beinen im Krankenhaus sitzen anstatt Weihnachten zuhause zu feiern. Zum Glück ist aber alles gut gegangen und ich habe unsere 1,5 stündige Fahrt einigermaßen gut überstanden. Es war mega cool und hat mir unglaublich viel Spaß gemacht, auch wenn ich zwischendurch das Gefühl hatte zu sterben. Meine Kondition war natürlich nach zwei Minuten schon verbraucht und meine Arme und Beine haben ordentlich weh getan, aber dank Mattias unserem Skilehrer haben wir die Strecke dann doch ganz unbeschadet hinter uns gebracht und am Ende habe ich eine ziemlich gute Figur gemacht. Das coolste an dem ganzen war natürlich der super Nebeneffekt, dass wir im Biathlonstadium gefahren sind und ich mir also mit meinen 4kmh vorkam wie ein echter Wintersportstar. Das müssen wir im neuen Jahr unbedingt noch einmal wiederholen!!

Insgesamt muss ich sagen, dass der Dezember wohl der entspannteste Monat von allen war, da ich weniger für die Uni tun musste und doch einige tolle Dinge erlebt habe. Ich freue mich natürlich jetzt unglaublich bald in das Flugzeug zu steigen und ein bisschen mehr als 2 Wochen zuhause verbringen zu können – ganz ohne kochen, putzen und spülen – aber ich bin mir sicher, dass ich Östersund total vermissen werde. Jetzt habe ich den ganzen Monat so viel tollen Schnee gesehen und werde doch zuhause keine weißen Weihnachten erleben – schade! Für mich geht es jetzt gleich los auf die letzte Reise für dieses Jahr. Ich freue mich schon sehr, denn in ein paar Stunden hat mich die Kaiserstadt wieder zurück!!

Ich wünsche Euch allen fröhliche Weihnachten und schon mal einen guten Rutsch ins neue Jahr 🙂

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